Prävention von Antisemitismus bei Schülerinnen und Schüler

Die Erfahrungen mit muslimischen Jugendlichen haben gezeigt, dass insbesondere, wenn es um Nahostkonflikt geht, es immer wieder zu antisemitischen Äußerungen kommt. Gerade bei Jugendlichen, die auf Identitätssuche sind, ist es entscheidend, auf islamkritische Inhalte mit Judenhass zu reagieren (In- und Outgroup). Insofern sollen junge Schülerinnen und Schüler lernen, bei islamkritischen Inhalten nicht die antisemitische Keule zu schwingen und Verschwörungstheorien glauben schenken.

Mit Workshops an mehreren Schulen möchten wir Themen wie Demokratieförderung, Pluralitätsverständnis, Menschenfeindlichkeit, Kritikfähigkeit im Umgang mit antisemitischen Inhalten, jüdische Geschichte, Antisemitismus im Allgemeinen und jüdisch- muslimischer Dialoggeschichte ansprechen.

Der Schwerpunkt des Workshops liegt in der themenbezogenen Bildungsarbeit durch Gesprächsdialoge. Gefordert ist ein Dialog, der das Hinterfragen fördert. Ein Dialog, der die Lernansätze aus dem unmittelbaren Alltag der Jugendlichen nimmt und Prozesse zur weiteren Suchbewegung anschiebt. Weiterhin ergeben sich die Bildungsgehalte aus den Situationen und Kontroversen. Das aufmerksame Registrieren anderer Sichtweisen und neuer Informationen ist eine Erfahrung, die für ein gewaltfreies und vorurteilsfreies Leben von Bedeutung sind. In den Workshops werden solche Prozesse durch gezielte Übungen, Diskussionen und Wissensvermittlung angeleitet und vertieft. Im weiteren Verlauf werden daraus Regeln für ein respektvolles und friedliches Miteinander abgeleitet.

Gefördert vom

Projektlaufzeit

01.05.2019 – 01.03.2020

Projektleitung

Samet Er, Islamischer Theologe und Dr. Gabor Lengyel, Rabbiner

Projektort